H1 — 12. Thüringer Hospiz- und Palliativtag
Grenzen des Erträglichen?
Kategorie
Termine
7.9.2024
Kosten
50 Euro
Anmelden bis
1.8.2024
Veranstaltungsort
Augustinerkirche Erfurt
Es gibt Menschen, die scheinbar nichts aus der Bahn wirft. Selbst tiefe Krisen und schwerste Erkrankung, selbst in der letzten Lebensphase, dem Sterben, lassen sie sich nicht zerbrechen. Was steckt hinter dieser Fähigkeit, die Viktor Frankl die Trotzmacht des Geistes genannt hat?
Die Forschung zeigt, dass die Psyche eine Art Schutzschirm besitzt, die den Menschen widerstandsfähig(er) und krisenfest(er) machen kann – Resilienz genannt. Ihr Kern ist es, trotz der Erfahrung von Brüchen das Vertrauen in die Fähigkeit zu bewahren, das Leben gelingend leben und vollenden zu können. Säulen dieses Vertrauens sind beispielsweise das bewusste Verlassen der Opferrolle, die Akzeptanz des Lebens, wie es ist und der unbedingte Wunsch, Verantwortung zu übernehmen.
Beim Hospiztag wird sich die Referentin unter anderem den Fragen widmen, ob es Resilienz im Umgang mit fortschreitender Erkrankung gibt, was sie ausmacht, ob und wie sie gefördert werden kann.
Sanfte Sprache – Worte als Spiegel der Haltung
Und zu einem zweiten Thema regt Monika Müller an diesem Tag den Austausch an: Sanfte Sprache.
Unsere Sprache erzählt die Geschichte unserer Gedankenwelt, unserer Welt-Anschauung, unseres Wesens. Sprachhandlungen sind Handlungen: Unsere Art zu sprechen, die Wahl unserer Worte öffnet oder verschließt Türen, heilt oder verletzt Menschen, fördert oder hindert Gesundheit und Ganzheit.
Die Wirkung unserer Worte und Sätze will bedacht sein, damit aus Gesprächen keine Besprechungen werden. Sanfte Sprache bedeutet nicht, etwas zu verschleiern oder zu bagatellisieren – vielmehr zielt sie in behutsamer Weise auf Wahrhaftigkeit, Klarheit und Öffnung.
Leitung
Monika Müller
Kosten
50 Euro inkl. Verpflegung
Teilnehmende
200
Zielgruppe
Ehren- und Hauptamtliche aus Hospiz- und Palliativarbeit
Kurszeiten
9.30 bis 16.30 Uhr
8 Fortbildungspunkte RbP